Hauptmann Oswald Boelcke

Unser Hauptmann Oswald Boelcke, einer unserer großen Fliegerhelden des Vierjährigen Krieges, hat heute Geburtstag und den wollen wir Panzertiere nicht ungefeiert lassen. In Giebichenstein bei Halle an der Saale kam er 1891 zur Welt. In unser deutsches Heer trat er 1911 ein und war ab 1914 bei den Fliegern. Seinen ersten Abschuß erzielte er 1915, erhielt für den achten Abschuß den Blauen Verdienstorden Friedrichs des Großen und brachte es insgesamt auf 40 abgeschossene feindliche Flieger. Währenddessen führte er seine berühmte Jagdstaffel II, entwickelte seine wegweisenden Fliegerlehren und nahm unseren Manfred von Richthofen unter seine Fittiche. Die Feldberichte unseres Hauptmanns Boelcke sind uns erhalten geblieben und so lesen wir Panzertiere ein wenig daraus an seinem Geburtstag vor: http://gutenberg.spiegel.de/buch/hauptmann-bolckes-feldberichte-8426/1

„Am 18. Mai kam Nummer 16. Ich flog gegen Abend und fand die ganze Gegend um Verdun durch unsere Doppeldecker verpestet, da hielt ich mich für vollkommen überflüssig und ging deshalb etwas auf Reisen. Ich wollte mir einmal wieder die Champagne ansehen und flog bis A. und wieder zurück. In der ganzen Gegend herrschte der tiefste Frieden, sowohl auf der Erde wie in der Luft. Nur ein einziges Flugzeug hatte ich bei A. von fern gesehen. Da habe ich das Glück, auf meinem Rückfluge südöstlich M. zwei Sprengpunkte und gleich darauf einen zweimotorigen Caudron dicht bei mir zu finden. Der Franzmann hatte mich gar nicht gesehen. Er flog schon wieder nach Hause und ahnte nichts Böses. Da er gar keine Anstalten machte zu entweichen oder anzugreifen, flog ich immer näher heran, ohne zu schießen. Als ich auf etwa fünfzig Meter nahe war und die beiden Leute im Apparat deutlich sehen konnte, fing ich ein wohlgezieltes ruhiges Dauerfeuer an. Gleich darauf kippte der Gegner und wollte nach unten entweichen, doch das war jetzt zu spät, ich war zu nahe heran und konnte ihn in aller Ruhe beschießen. Nach etwa hundertfünfzig Schuß sah ich den linken Motor stark qualmen, kurz darauf mit einer grell leuchtenden Flamme explodieren. Der Apparat überschlug sich, brach in sich zusammen und brannte auf. Wie ein Klotz fiel er in die zweite französische Stellung hinunter und brannte dort weiter. – Am 20. Mai ging ich wieder in der Champagne auf Jagd und faßte auch einen Farman nördlich V. Ich griff ihn hinter seiner Linie an, doch ging er gleich herunter. Trotzdem versuchte ich es mit ihm, da sonst weit und breit nichts zu sehen war. Ich hängte mich an seinen Schwanz und beschoß ihn, er wollte aber nicht fallen. Die Farmanpiloten sind durch den hinten liegenden Motor sehr geschützt. Man kann ihnen den Beobachter totschießen, Motor, Tanks, alles entzweischießen, wenn sie einmal drüben sind, kommen sie immer noch im Gleitflug herunter. Doch glaube ich in diesem Falle sogar den Führer verwundet zu haben, da der Apparat die typischen steuerlosen Bewegungen in der Längsrichtung machte. Da aber der Kampf schließlich zu weit hinter der Front war, flog ich nach Hause. Am folgenden Tage hatte ich dann endlich wieder einmal greifbare Erfolge. Mittags flog ich auf beiden Seiten der Maassperre. Jenseits der Linie flogen in großer Höhe zwei französische Jagdflugzeuge, an die ich nicht herankam. Ich wollte schon umkehren und ging im Gleitfluge über dem Toten Mann herunter, da sehe ich unten zwei Caudrons fliegen, die mir bis dahin entgangen waren. Ich ging auf die beiden zu, doch sie rissen aus. Auf etwa zweihundert Meter kam ich auf den einen heran und begann gerade zu schießen, da sehe ich einen von den Nieuwports auf mich stoßen. Dem wollte ich gern einen Denkzettel geben. Ich ließ von den Caudrons ab und flog nach Norden weg. Der Nieuwport kam hinter mir her in dem Glauben, ich hätte ihn nicht gesehen. Ich behielt ihn immer im Auge, bis er sich auf etwa zweihundert Meter genähert hatte, dann warf ich plötzlich meine Maschine herum und flog auf ihn los. Er bekam einen gewaltigen Schreck, riß seine Maschine herum und nach Süden hin aus. Durch meinen Angriff hatte ich aber doch etwa hundert Meter gewonnen, so daß ich ihm auf hundert bis hundertundfünfzig Meter den Kahn vollschießen konnte. Er machte mir auch die Arbeit nicht schwer, sondern flog schnurgeradeaus. Außerdem hatte ich Munition zum Kenntlichmachen der Geschoßbahn mit. Der Gegner fing bald an zu torkeln, doch habe ich ihn nicht so lange verfolgen können, bis er unten aufschlug. Erst am Abend hörte ich vom Stabsoffizier der Flieger, daß schon mittags die Infanterie vom Toten Mann das Flugzeug als abgestürzt gemeldet hatte. – Am Abend ging ich nochmals ohne bestimmtes Ziel auf Jagd und hatte nach mehreren vergeblichen Versuchen nach etwa zwei Stunden Flugzeit Erfolg. Ich flog nördlich vom Bois de …, da sehe ich über diesem einen Franzmann fliegen. Ich tat so, als ob ich fortfliege und, siehe da, der Franzmann fiel darauf herein und kam nach bis über unsere Front. Jetzt stürzte ich mich mit gewaltiger Schnelligkeit (ich war viel höher) auf ihn. Er machte sofort kehrt, doch ohne entkommen zu können. Dicht hinter seinen Linien faßte ich ihn. Er ist auch jetzt noch so unklug, geradeaus zu fliegen, ich bin dicht dahinter und fange an zu hämmern, immer gutgezieltes Dauerfeuer. Ich hämmerte so lange, bis auch dieser Apparat wieder Feuer fing. Mitten im Schießen sehe ich den Gegner explodieren, in sich zusammenbrechen und hinunterstürzen. Unterwegs montierte er gleich noch den einen Flügel ab. – So hatte ich an einem Tage Nummer 17 und 18.“

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Johann Gottlieb Fichte

Der Verfasser der berühmten Reden an die deutsche Nation, Johann Gottlieb Fichte, hat am heutigen Tag Geburtstag. Der große geistige Widersacher Napoleons wurde 1762 in Rammenau geboren. Seine große geistige Begabung wurde von seinem Gutsherrn Ernst von Miltitz erkannt und gefördert. Daher konnte unser Fichte die Landesschule Pforta besuchen, was ihm den Weg zum Studium und zur Professur ebnete. Die so gegebene Sicherheit nützte er zur Abfassung und Veröffentlichung seiner denkerischen Schriften, die sich mit Fragen der Wissenschaft, der Sittenlehre, des Glaubens und der Staatskunst befassen. Von unschätzbaren Wert sind dabei seine berühmten Reden an die deutsche Nation, die er in den Jahren 1807 und 1808 zuerst als Vorlesungen hielt und dann in Buchform herausgab. Diese stellen einen höchst nützlichen Leitfaden im Kampf gegen jede Fremdherrschaft dar und sind namentlich heute, beim Kampf gegen die amerikanische Fremdherrschaft, gut zu gebrauchen. Damit Fichtes andere Schriften darüber nicht in Vergessenheit geraten, nun einen kleinen Auszug aus seiner Schrift „Versuch einer Kritik aller Offenbarung“: http://www.zeno.org/Philosophie/M/Fichte,+Johann+Gottlieb/Versuch+einer+Kritik+aller+Offenbarung

„Der Begriff der Offenbarung a priori, wie er durch Aufzeigung eines Bedürfnisses der empirischen Sinnlichkeit a posteriori berechtigt ist, erwartet eine übernatürliche Wirkung in der Sinnenwelt. Ist diese auch überhaupt möglich? ist es überhaupt gedenkbar, dass etwas außer der Natur eine Kausalität in der Natur habe? könnte man dabei noch fragen: und wir beantworten diese Frage, um teils in die noch immer dunkele Lehre von der Möglichkeit des Beisammenstehens der Notwendigkeit nach Natur-, und der Freiheit nach Moralgesetzen, wenigstens für unsere gegenwärtige Absicht, wo möglich, etwas mehr Licht zu bringen; teils um aus ihrer Erörterung eine für die Berichtigung des Begriffes der Offenbarung nicht unwichtige Folge herzuleiten. Dass es überhaupt möglich sein müsse, ist erstes Postulat, das die praktische Vernunft a priori macht, indem sie das Übernatürliche in uns, unser oberes Begehrungsvermögen, bestimmt, Ursache außer sich in der Sinnenwelt, entweder der in uns. oder der außer uns zu werden, welches hier Eins ist. Es ist aber vors erste zu erinnern, dass es ganz zweierlei ist, ob wir sagen: der Wille, als oberes Begehrungsvermögen, ist frei; denn wenn das letztere heißt, wie es denn das heißt, er steht nicht unter Naturgesetzen. so ist dies sogleich einleuchtend, weil er. als oberes Vermögen, gar kein Teil der Natur, sondern etwas übersinnliches ist:- oder ob wir sagen: eine solche Bestimmung des Willens wird Kausalität in der Sinnenwelt; wo wir allerdings fordern, dass etwas, das unter Naturgesetzen steht, durch etwas, das kein Teil der Natur ist, bestimmt werden soll, welches sich zu widersprechen und den Begriff von der Naturnotwendigkeit aufzuheben scheint, der doch den Begriff einer Natur überhaupt erst möglich macht. Hierauf ist vors erste überhaupt zu erinnern, dass, so lange die Rede von bloßer Naturerklärung ist, es uns schlechterdings nicht erlaubt ist, eine Kausalität durch Freiheit anzunehmen, weil die ganze Naturphilosophie von einer solchen Kausalität nichts weiß; und hinwiederum, so lange die Rede von bloßer Bestimmung des oberen Begehrungsvermögens ist, es gar nicht nötig ist, auf die Existenz einer Natur überhaupt Rücksicht zu nehmen. Beide Kausalitäten, die des Natur- und die des Moralgesetzes, sind sowohl der Art ihrer Kausalität, als ihrer Objekte nach, unendlich verschieden. Das Naturgesetz gebietet mit absoluter Notwendigkeit, das Moralgesetz befiehlt der Freiheit; das erstere beherrscht die Natur, das zweite die Geisterwelt. Muss, das Losungswort des ersten, und Soll, das Losungswort des zweiten, reden von ganz verschiedenen Dingen, und können sich, auch einander entgegengesetzt, nicht widersprechen, denn sie begegnen sich nicht. Ihre Wirkungen in der Sinnenwelt aber begegnen sich, und dürfen sich auch nicht widersprechen, wenn nicht entweder Naturerkenntnis von der einen, oder die durch die praktische Vernunft geforderte Kausalität der Freiheit in der Sinnenwelt von der andern Seite unmöglich sein soll. Die Möglichkeit dieser Übereinkunft zweier von einander selbst gänzlich unabhängiger Gesetzgebungen lässt sich nun nicht anders denken, als durch ihre gemeinschaftliche Abhängigkeit von einer oberen Gesetzgebung, welche beiden zum Grunde liegt, die für uns aber gänzlich unzugänglich ist. Könnten wir das Prinzip derselben einer Weltanschauung zum Grunde legen, so würde nach ihm eine und ebendieselbe Wirkung, die uns auf die Sinnenwelt bezogen nach dem Moralgesetze als frei, und auf Kausalität der Vernunft zurückgeführt, in der Natur als zufällig erscheint, als völlig notwendig erkannt werden. Da wir aber dies nicht können, so folgt daraus offenbar, dass wir, sobald wir auf eine Kausalität durch Freiheit Rücksicht nehmen, nicht alle Erscheinungen in der Sinnenwelt nach bloßen Naturgesetzen als notwendig, sondern viele nur als zufällig annehmen müssen; und dass wir sonach nicht alle aus den Gesetzen der Natur; sondern manche bloß nach Naturgesetzen erklären dürfen. Etwas bloß nach Naturgesetzen erklären aber heißt: die Kausalität der Materie der Wirkung außer der Natur, die Kausalität der Form der Wirkung aber in der Natur annehmen. Nach den Gesetzen der Natur müssen sich alle Erscheinungen in der Sinnenwelt erklären lassen, denn sonst könnten sie nie ein Gegenstand der Erkenntnis werden.“

Die zweite Schlacht von Sedan

„Neben der tatkräftigen Führung des von diesem Gedanken erfüllten Generaloberst von Rundstedt ist dieser Erfolg wohl in erster Linie dem ungeheuren Elan zuzuschreiben, mit dem General Guderian die Operationsidee der Heeresgruppe in die Tat umgesetzt hat.“

So urteilt unser Feldmarschall von Manstein über die Gründe für das Gelingen seines Sichelschnittplanes. Entscheidend bei dessen Verwirklichung war die zweite Schlacht von Sedan, mit der die gallische Front durchbrochen und die Maas überschritten wurde. Geschlagen hat diese unser Generaloberst Guderian im Jahre 1940 und zu Feier dieses großen Schlachtensieges darf der Dokumentarfilm über den Sieg im Westen keinesfalls fehlen: https://archive.org/details/1941-Sieg-im-Westen In seinen „Erinnerungen eines Soldaten“ kommt es nun fast zu unser Panzerschlacht zwischen unserem Generaloberst Guderian und dem Gallierkarlchen, doch letzterer suchte dann doch lieber das Weite und so können unsere Panzerkampfwagen weiterhin auf die Kanalküste zu rollen: https://archive.org/details/heinz-guderian-erinnerungen-eines-soldaten-1960

„Noch vor Eingang des Befehls zum Halten, am 17. Mai früh, hatte die I. Panzerdivision Ribemont an der Oise und Crecy an der Serre genommen. Die vordersten Teile der südlich Sedan abgelösten X. Panzerdivision erreichten Fraillicourt und Saulces-Monclin. Am Abend des 17. Mai gelang noch das Bilden eines Oise-Brückenkopfes bei Moy. Am 18. 5. um 9 Uhr erreichte die II. Panzerdivision St. Quentin. Links der II. ging die I. Panzerdivision an diesem Tage gleichfalls über die Oise und in Richtung Peronne vor. Die X. Panzerdivision folgte den vorderen Divisionen links rückwärts gestaffelt auf Peronne. Der I. Panzerdivision gelang am 19. Mai früh, bei dieser Stadt einen Brückenkopf über die Somme zu gewinnen. Mehrere französische Stäbe, die zu Erkundungszwecken nach Peronnne vorfuhren, gerieten in deutsche Gefangenschaft. Der vorgeschobene Korpsgefechtsstand ging nach Villers-le-Sec. Der 19. 5. brachte uns über die Felder der Somme-Schlacht des ersten Weltkrieges. Während des bisherigen Vormarsches nördlich der Aisne, der Serre, und nun der Somme übten anfänglich Seitendeckungen aus Aufklärern, Panzerjägern und Pionieren den Schutz der offenen, linken Flanke aus. Die Bedrohung der Flanke war gering; wir wußten von der 4. französischen Panzerdivision, einer Neuformation unter General de Gaulle, die sich vom 16. Mai ab bemerkbar machte und – wie bereits erwähnt – bei Montcornet erstmals auftrat. De Gaulle blieb uns die nächsten Tage treu und gelangte am 19. Mai mit einzelnen Panzern bis auf zwei Kilometer an meinen vorgeschobenen Gefechtsstand im Holnon-Wald heran, der nur durch einige 2cm-Flak gesichert war. Ich durchlebte einige Stunden der Ungewißheit, bis die bedrohlichen Besucher beidrehten. Ferner wußten wir von einer französischen Reservearmee in Stärke von etwa acht Infanteriedivisionen, die im Räume von Paris in Aufstellung sei. Wir nahmen nicht an, daß General Frere sich gegen uns in Bewegung setzen würde, solange wir selber in Bewegung blieben. Nach den französischen Kampfgrundsätzen würde er auf genaue Meldungen über den Verbleib des Gegners warten. Es kam also darauf an, ihn in der Ungewißheit zu erhalten; dies geschah am besten durch Fortsetzen der Bewegungen. Am 19. 5. abends hatte das XIX. Armeekorps die Linie Cambrai – Peronne – Harn erreicht. Die X. Panzerdivision übernahm den Schutz der immer länger gewordenen linken Flanke und löste in der Nacht vom 19. zum 20. 5. die bisher zu diesem Zwecke gebundenen Teile der 1. Panzer-Division ab. Der Korpsgefechtsstand wurde nach Marleville vorgeschoben. An diesem Tage erhielt das Korps endlich seine Bewegungsfreiheit wieder mit der Ermächtigung, am 20. 5. in Richtung Amiens anzutreten. Nun erhielt die X. Panzerdivision den Auftrag, die Sicherung der linken Flanke bis Corbie, ostwärts von Amiens, auszudehnen. Sie wurde in ihren bisherigen Stellungen durch die XXIX. motorisierten Infanteriedivision. ersetzt. Die I. Panzerdivision wurde auf Amiens angesetzt mit dem Befehl, sofort einen Brückenkopf auf dem Südufer der Somme zu bilden. Die II. Panzerdivision bekam den Auftrag, über Albert auf Abbeville vorzugehen, dort gleichfalls einen Brückenkopf über die Somme zu bilden und das Gelände bis zur Küste vom Feinde zu säubern. Trennungslinie zwischen II. und I. Panzerdivision: Combles – Longueval – Pozieres – Varennes – Puchevülers – Canaples – Flixecourt – Somme. Sicherungsabschnitte an der Somme: II. Panzerdivision: Somme-Mündung bis Flixecourt (ausschließlich), I. Panzerdivision: Flixecourt – Mündung der Avre in die Somme (ostwärts Amiens), X. Panzerdivision: Avre-Mündung bis Peronne. Nach meiner Berechnung konnte die I. Panzerdivision gegen neun Uhr zum Angriff auf Amiens bereit sein. Ich bestellte also meine Fahrzeuge auf 5 Uhr, weil ich diesem historischen Akt beiwohnen wollte. Die Offiziere meines Stabes hielten das für verfrüht und schlugen einen späteren Zeitpunkt vor, aber ich blieb dabei und behielt recht. Als ich am 20. 5. um 8.45 Uhr am nördlichen Vorstadtrand von Amiens eintraf, war die I. Panzerdivision gerade im Begriff, zum Angriff anzutreten. Auf dem Wege dorthin hatte ich mich in Peronne von der Anwesenheit der X. Panzerdivision überzeugt und dabei eine drastische Schilderung der Ablösung der I. Panzerdivision erhalten. Die Brückenkopfbesatzung der I. Panzerdivision war nämlich abgerückt, ohne das Eintreffen der Ablösung abzuwarten, weil der befehligende Oberstleutnant Balde den Zeitpunkt des Angriffs auf Amiens, den er für wichtiger hielt, als das Hüten des Brückenkopfes, nicht verpassen wollte. Sein Nachfolger, Oberst Landgraf, war sehr entrüstet über diesen Leichtsinn und über Baldes Antwort auf seine Vorwürfe: „Nehmen Sie den Brückenkopf doch wieder. Ich habe ihn ja auch erobern müssen!“ Der Gegner ließ Landgraf zum Glück Zeit, das geräumte Gelände kampflos wieder zu besetzen. Ich umging das vom Feinde noch besetzte Albert südlich und fuhr an unzähligen Flüchtlingskolonnen vorbei nach Amiens.“

Haus-, Hof- und Staatskanzler Klemens von Metternich

Unser österreichischer Haus-, Hof- und Staatskanzler Klemens von Metternich hat Geburtstag. Im zähen Ringen mit Napoleon verschaffte er Österreich die nötige Verschnaufpause, um sich zu erholen und konnte so dem gallischen Untier den Todesstoß versetzen. Es war der Beitritt Österreichs, der 1813 den Kriegsglück endgültig wendete und zur vernichtenden Niederlage Napoleons bei Leipzig führte. Das Licht der Welt erblickte unser Metternich 1773 in Koblenz, mußte aber vor den gallischen Horden schon in jungen Jahren nach Wien fliehen. Ab 1801 war er österreichischer Gesandter, zuerst in Dresden, dann in Berlin und zuletzt in Paris. Obwohl er 1809 die Kriegspartei unterstützt hatte, wurde er, nach der erneuten Niederlage gegen Napoleon, zum Außenminister berufen. Vorerst übte er sich in Beschwichtigung des übermächtigen Galliens, bis Napoleon seine Große Armee in Rußland zerstörte. Dessen anschließender Sturz ermöglichte es unserem Metternich Europa eine neue Ordnung zu geben und den Deutschen Bund zu stiften, der bis zur Wiederherstellung des deutschen Kaisertums durch Otto von Bismarck Bestand hatte. Zu dessen Ausgestaltung werfen wir einen weiteren Blick in die die Schlußakte der Wiener Ministerkonferenzen von 1820: http://www.documentarchiv.de/nzjh/wschlakte.html

„Artikel XII

Nur in den in der Bundesakte ausdrücklich bezeichneten Fällen und wo es auf eine Kriegs-Erklärung oder Friedensschlußbestätigung von Seiten des Bundes ankommt, wie auch, wenn über die Aufnahme eines neuen Mitgliedes in den Bund entschieden werden soll, bildet sich die Versammlung zu einen Plenum. Ist in einzelnen Fällen die Frage, ob ein Gegenstand vor das Plenum gehört zweifelhaft, so steht die Entscheidung derselben dem engern Rate zu. Im Plenum findet keine Erörterung noch Beratung Statt, sondern es wird nur darüber abgestimmt, ob ein im engern Rate vorbereiteter Beschluß angenommen oder verworfen werden soll. – Ein gültiger Beschluß im Plenum setzt eine Mehrheit von zwei Drittheilen der Stimmen voraus.

Artikel XIII

Über folgende Gegenstände: I) Annahme neuer Grundgesetze, oder Abänderung der bestehenden; II) Organische Einrichtungen, das heißt bleibende Anstalten, als Mittel zur Erfüllung der ausgesprochenen Bundeszwecke; III) Aufnahme neuer Mitglieder in den Bund; IV) Religionsangelegenheiten; findet kein Beschluß durch Stimmenmehrheit Statt; jedoch kann eine definitive Abstimmung über Gegenstände dieser Art nur nach genauer Prüfung und Erörterung der den Widerspruch einzelner Bundes-Glieder bestimmenden Gründe, deren Darlegung in keinem Falle verweigert werden darf, erfolgen.

Artikel XIV

Was insbesondere die organischen Einrichtungen betrifft, so muß nicht nur über die Vorfrage, ob solche unter dem obwaltenden Umständen notwendig sind, sondern auch über Entwurf und Anlage derselben in ihren allgemeinen Umrissen und wesentlichen Bestimmungen, im Plenum, und durch Stimmen-Einhelligkeit entschieden werden. Wenn die Entscheidung zu Gunsten der vorgeschlagenen Einrichtung ausgefallen ist, so bleiben die sämtlichen weiteren Verhandlungen über die Ausführung im Einzelnen der engern Versammlung überlassen, welche alle dabei noch vorkommenden Fragen durch Stimmenmehrheit entscheidet, auch nach Befinden der Umstände eine Kommission aus ihrer Mitte anordnet, um die verschiedenen Meinungen und Anträge mit möglichster Schonung und Berücksichtigung der Verhältnisse und Wünsche der Einzelnen auszugleichen.

Artikel XV

In Fällen, wo die Bundesglieder nicht in ihrer vertragsmäßigen Einheit, sondern als einzelne, selbständige und unabhängige Staaten erscheinen, folglich jura singulorum obwalten, oder wo einzelnen Bundesgliedern eine besondere, nicht in den gemeinsamen Verpflichtungen Aller begriffene Leistung oder Verwilligung für den Bund zugemutet werden sollte, kann ohne freie Zustimmung sämtlicher Beteiligten kein die selben verbindender Beschluß gefaßt werden.“

Die Schlacht bei Chotusitz

Am heutigen Tag im Jahre 1742 hat unser alter Preußenkönig Friedrich der Große die berühmte Schlacht von Chotusitz gegen die Österreicher geschlagen. Der wechselvolle Kampf kostete die Österreicher 7000 Mann, während sich der Verlust unserer Preußen auf etwa 3600 Mann belief. Damit war der Erste Schlesische Krieg zu Gunsten Preußens entschieden und Maria Theresia mußte sich im Frieden von Berlin zur Abtretung Schlesiens an Preußen bequemen. Gefeiert werden muß dieser große preußische Schlachtensieg natürlich mit dem Königgrätzer Marsch: https://www.youtube.com/watch?v=j5BcF79rlwM In seiner Geschichte meiner Zeit berichtet uns Friedrich der Große von der Entscheidung der Schlacht von Chotusitz: http://friedrich.uni-trier.de/de/volz/2/9/

„Das zweite Treffen des linken preußischen Kavallerieflügels wurde, als es aus dem Dorfe Chotusitz hervortrat, von einem österreichischen Korps angegriffen. Es fand keine Zeit zum Aufmarsch und wurde in einzelnen Trupps geschlagen. Königsegg sah, daß das Regiment des Erbprinzen Leopold durch den Abgang der Kavallerie ohne jede Flankendeckung war und richtete den Hauptstoß seines Fußvolkes auf diese Blöße. Das Regiment wurde zum Weichen gebracht. Der Feind benutzte das, um das Dorf Chotusitz in Brand zu stecken. Eine große Torheit! Ein Dorf, das man einnehmen will, darf man nämlich niemals anzünden, weil man in ein brennendes Dorf nicht eindringen kann. Wohl aber empfiehlt es sich, ein Dorf, das man räumt, in Brand zu setzen, um den Feind am Verfolgen zu hindern. Das Regiment Schwerin ward beizeiten des Brandes gewahr, verließ das Dorf und formierte sich als Flanke des linken Flügels. Das Feuer errichtete gleichsam eine Scheidewand zwischen beiden Heeren und verhinderte den Kampf an dieser Stelle. Freilich hielt das den Feind nicht ab, den linken Flügel der Preußen rechts vom Dorfe anzugreifen. Unter anderm wollte hier das ungarische Infanterieregiment Gyulai mit blanker Waffe in die preußische Infanterie eindringen. Aber der Versuch fiel so übel aus, daß alsbald die ungarischen Soldaten und Offiziere, sowie auch das Regiment Leopold Daun vor den preußischen Linien am Boden lagen, als hätten sie das Gewehr gestreckt. Eine so furchtbare Waffe ist die gut geführte Schußwaffe geworden. Diesen Augenblick benutzte der König zu einem raschen Vorstoß gegen die linke Flanke der österreichischen Infanterie. Das entschied den Sieg. Die Feinde warfen sich auf ihren rechten Flügel zurück, wurden gegen die Daubrawa gedrängt und sahen sich auf ein Gelände beschränkt, auf dem sie nicht fechten konnten. Da entstand denn allgemeine Verwirrung. Bald war das ganze Feld mit Flüchtlingen bedeckt; General Buddenbrock setzte den Österreichern, deren Reihen sich völlig auflösten, heftig nach und verfolgte sie mit 40 Schwadronen und 10 Bataillonen bis auf eine Meile vom Schlachtfeld. Die Preußen erbeuteten 18 Kanonen und 2 Fahnen und machten 1200 Gefangene. Obwohl es keine große Schlacht gewesen war, verlor der Feind doch viele Offiziere, und wenn man Tote, Gefangene, Verwundete und Überläufer zusammenrechnet, so betrug sein Verlust ohne Übertreibung 7000 Mann. Man hätte auch eine Menge Standarten erbeutet, wären sie nicht vorsichtshalber, unter Bedeckung von 300 Reitern, sämtlich zurückgelassen worden. Die Preußen verloren 11 Standarten, was um so weniger wunder nehmen kann, als es damals bei der österreichischen Kavallerie üblich war, vom Pferde aus zu schießen. Sie wurde zwar jedesmal geschlagen, aber dem Angreifer kostete das doch viele Leute. Die Preußen verloren an Toten 900 Reiter und 700 Infanteristen und hatten an 2000 Verwundete. Die Generale Werdeck und Wedell, die Obersten Bismarck, Maltzahn, Kortzfleisch und Pritz fanden den Heldentod, und die Truppen vollbrachten Wunder der Tapferkeit. Der Kampf dauerte nur drei Stunden. Die Schlacht bei Mollwitz war heftiger, blutiger und durch ihre Folgen wichtiger gewesen. Bei Chotusitz wäre auch durch eine preußische Niederlage der Staat nicht verloren gewesen, der Sieg aber brachte den Frieden.“

Kaiserin Maria Theresia

„Dies Haus der Cäsaren hatte sich seit der Zeit Karls V. mehr und mehr geschwächt. Unter der Regierung Karls VI. hat es sich wieder erholt; aber nach dem Tode dieses Kaisers und dem Erlöschen des Mannsstammes glaubte Europa, es sei verloren. Eine Frau erhob es wieder und behauptete es mit Festigkeit. Sie wurde der Abgott eines vor kurzem noch aufrührerischen Volkes, das sie für ihre Sache in den Kampf führte. Diese Frau regiert noch jetzt. Wenn sie die verlorenen Provinzen noch nicht durch andere eroberte ersetzt hat, so hat sie doch, ihre Finanzen ordnend, Schätze gefunden, und ihre Einkünfte belaufen sich so hoch, wie die des Kaisers Karl VI. selbst zu der Zeit, da er Neapel besaß. Man berechnet ihre jährlichen Einkünfte auf 26 Millionen. Wirklich unterhält sie 140,000 Mann und kann diese Zahl, wenn Zeit und Umstände es erfordern, auf 200,000 steigern. Ihre Macht würde noch furchtbarer sein, wenn sie nicht jährlich 8 Millionen Taler abrechnen müßte, teils um die Zinsen zu zahlen, teils für einen Fonds zur Tilgung der während des letzten Krieges gemachten Schulden. Sie hat die Kunst verstanden, fähige Minister zu finden und zu wählen, und ihr Ministerrat ist durch Weisheit und systematisches Verfahren dem aller anderen Könige überlegen. Sie handelt aus sich selbst. Ihr Sohn läßt sich von ihr in den Geschäften belehren und folgt ihren Antrieben. Fürst Kaunitz und Hatzfeldt sind ihre besten Minister. Die Generale, die den größten Namen haben, sind Lacy und Laudon; wenn sie diese verlöre, würde es ihr schwer werden, unter der großen Zahl der übrigen ihresgleichen zu finden.“

So würdigte Friedrich der Große einmal das Werk seiner Widersacherin und unserer alten deutschen Kaiserin Maria Theresia. Das Licht der Welt erblickte sie 1717 als Tochter Kaiser Karls VI. und der Elisabeth Christine von Braunschweig. Regiert hat sie unser altes deutsches Reich von 1740 bis 1780, formell herrschten damals ihr Mann Franz I. und ihr Sohn Joseph II. – die deutsche Kaiserwürde gewann sie übrigens erst 1745 für ihren Gatten Franz von Lothringen. Der glücklose Wittelsbacher Karl VII. machte ihr vergebens den deutschen Thron streitig. Neben ihren äußeren Umtrieben und inneren Leistungen setzte sie sechzehn Kinder in die Welt und hat sich damit den Namen der Landesmutter wahrlich verdient. Ihr Geschichtsschreiber, der Ritter von Arneth, berichtet uns von den Windungen der Gallier bei ihrer Thronbesteigung: https://archive.org/details/geschichtemariat01arneuoft

„Die ersten Kundgebungen der französischen Regierung, nachdem ihr die Nachricht vom Tode des Kaisers zugekommen war, schienen zu der Hoffnung zu berechtigen, Frankreich werde seinen vertragsmäßigen Verpflichtungen nachkommen und nicht nur das Erbrecht der Tochter Karls VI. in den österreichischen Ländern anerkennen, sondern sie auch in demselben gegen etwaige Angriffe von Außen her beschützen. Hierauf deuteten wenigstens die Versicherungen, welche Kardinal Fleury dem Botschafter Österreichs am Hofe von Versailles, Fürsten Wenzel von Liechtenstein gegenüber schriftlich und mündlich aussprach. Doch mußte andererseits wieder die auffallende Verzögerung, welche die französische Regierung bei Beantwortung des Schreibens eintreten ließ, in dem Maria Theresia den Tod ihres Vaters und ihre Thronbesteigung angezeigt hatte, Verdacht erregen. Man müsse erst, so behauptete der Kardinal, über das in einem Briefe des Königs von Frankreich an die Königin von Ungarn zu beobachtende Zeremoniell einen Beschluß fassen und zu diesem Ende in den Archiven darüber Nachforschungen anstellen, wie man es in früheren ähnlichen Fällen gehalten habe. Freilich verfehlte er nicht beruhigend hinzuzufügen, man möge in Wien keinen Augenblick dem Verdachte Raum geben, daß man hierbei irgendwelchen wider Österreich gerichteten Hintergedanken hege, und er könne nur die bestimmte Versicherung wiederholen, der König von Frankreich werde die gegebenen Versprechungen pünktlich erfüllen. Leider gelang es Fleury mit solchen Ausflüchten das Anfangs erwachte Mißtrauen der österreichischen Staatsmänner zu beschwichtigen und sie wenigstens eine Zeit lang zu täuschen. Daß dies bei Sinzendorff und Bartenstein der Fall war, ist bei der bekannten Richtung dieser beiden Männer nicht zu verwundern. Aber selbst Franz von Lothringen, sonst durchaus kein Freund Frankreichs und seiner Regierung, zeigte sich voll Vertrauen in die Zusagen des Kardinals. Nur der greise Graf Gundaker Starhemberg gab einer anderen Anschauungsweise Raum, und er wurde darin durch die Berichte bestärkt, welche einer der ausgezeichnetsten österreichischen Agenten im Auslande, Ignaz von Wasner nach Wien gelangen ließ. Bestimmt, den Fürsten von Lichtenstein, wenn gleich nur in dem bescheideneren Range eines bevollmächtigten Ministers am französischen Hofe zu ersetzen, schrieb Wasner schon nach den ersten Tages seines Aufenthaltes zu Paris dem Hofkanzler Grafen von Sinzendorff: der Kardinal beharre zwar bei seinen früheren Beteuerungen und versichere fortwährend, daß nur die Nachforschungen in den Archiven so viele Zeit in Anspruch nähmen. Es zeige sich jedoch immer mehr und mehr, „daß die Königin ihr größtes Vertrauen nebst Gott in eine gute Armee und in zweckmäßige Vorkehrungen in ihren eigenen Erbkönigreichen und Landen zu setzen habe. Dadurch werde sie am ehesten im Stande sein, ihrer Feinde sich zu erwehren, ihre Freunde aber sich zu erhalten“.“

Unser Panzerkampfwagen IV das alte Arbeitstier

Mit unserem Panzerkampfwagen IV lieferte unsere Waffenschmiede Kruppe 1938 eine überaus brauchbare Kampfmaschine ab. Vor allem war unser Panzer IV überaus ausbaufähig, weshalb man die Ausführung A in der Ausführung J kaum noch wieder erkennt. Denn die ursprüngliche 7,5-Kurzrohrkanone mußte einer langen weichen und die Panzerung wurde durch Seitenschürzen verstärkt. Von allen Ausführungen wurden insgesamt ungefähr 8500 Panzer IV gebaut. Neben seiner Kanone war unser Panzer IV noch mit zwei Maschinengewehren bewaffnet. Seine Panzerung betrug 8cm und war damit etwas zu schwach. Sein Gewicht von 25 Tonnen bewegte ein 300 Pferdestärken-Motor aus dem Hause Maybach über das Schlachtfeld. Im Gelände erreichte unser Panzer IV eine Geschwindigkeit von 20 Kilometerstunden und auf der Straße sogar 40. Sein Fahrbereich betrug bis zu 320 Kilometer. Es wurden fünf Mann für seine Bedienung gebraucht. An Abarten wurden unser Sturmgeschütz IV, unser Sturmpanzer IV, unsere Jagdpanzer IV und Nashorn, unsere Panzerhaubitzen Hummel und Heuschrecke und Flakpanzer IV mit seinem Fahrgestell gebaut. In seiner „Die Geschichte der deutschen Panzerwaffe“ kommt unser General Walther Nehring natürlich auch auf unseren Panzer IV zu sprechen:

Gleichzeitig erhielt die Firma Maybach einen Entwicklungsauftrag für einen 300 Pferdestärken-Fahrzeugmotor für diesen Typ. Als Gewicht der der Panzer waren 16 Tonnen vorgeschrieben, es wurden jedoch mehr. Konstruktionsfirmen waren Krupp, Daimler und MAN. Die Erprobungen begannen etwa Ende 1935. In die Truppe kamen die ersten Panzer III im Jahre 1937 (3,7cm-Kampfwagenkanone), die Panzer IV dann 1938. Die Friedenskonstruktionen Panzer I bis Panzer IV haben sich im Kriege bewährt; sie wurden den Erfahrungen entsprechend ständig verbessert. Der Panzer I (5,6 Tonnen) hat sich als Maschinengewehrwagen bewährt. Im Feldzug gegen die Sowjetunion, 1941, wurden noch 180 Stück eingesetzt, vornehmlich bei Panzerpioniereinheiten. Der Panzer II (9,5 Tonnen) hat sich mit seiner 2cm-Maschinenkanone in seiner Art bewährt, bis er durch die stärker bewaffneten Kampfwagen vom Typ Panzer III (3,7 beziehungsweise 5cm-Kampfwagenkanone) ersetzt wurde. Am 1. 7. 1941 wurden im Heer noch 746 Panzer II eingesetzt (in den leichten Zügen oder zum Schutz der Panzer IV). Sein Fahrgestell wurde auch für andere Konstruktionen ausgenutzt, so zum Beispiel für den Panzer-Flammwerferwagen, für den Panzerspähwagen „Luchs“ ab 1943, für den Panzerjäger auf Selbstfahrlafette (SFL) „Marder“, für das Infanteriegeschütz XXXIII (Selbstfahrlafette) und für die 10,5cm-Panzerfeldhaubitze vom Typ „Wespe“. Der Panzer III war ein gut durchgebildetes Panzerfahrzeug von etwa 23 Tonnen Gewicht, das bis 1941 den mittleren feindlichen Kampfwagentypen an Feuerkraft und Beweglichkeit überlegen war. Seine 3,7cm-Kampfwagenkanonne wurde 1949/41 durch die neue 5cm-Kanone mit größerer panzerbrechender Wirkung ersetzt, die aber dem sowjetischen mittleren Panzer „T 34“ gegenüber noch nicht genügte. Das Fahrgestell des Panzers III wurde ebenfalls weitgehend für andere Konstruktionen ausgenutzt: Panzerbefehlswagen, Sturmgeschütz, Sturmpanzer, Flammwagen, Bergepanzer. Der Panzer IV war und blieb das Rückgrat der Panzerverbände bis zum Kriegsende, nachdem die unzureichende kurze 7,5cm-Kanone 1942 durch die lange 7,5cm-Kampfwagenkanonne (L 48) ersetzt wurde, die dem sowjetischen Panzer „T 34“ mit seiner ausgezeichneten 7,62cm-KWK endlich gewachsen war. Auch das Panzer IV-Fahrgestell fand vielseitige Verwendung als Jagdpanzer IV, Bergepanzer, Munitionspanzer IV, Panzerflak (Selbstfahrlafette), 15cm-Panzerfeldhaubitze „Hummel“ und schwerer Sturmpanzer.“

Generaloberst Kurt Student

Der Geburtstag von unserem Generaloberst Kurt Student wird heute gefeiert. Diesem verdanken wir Deutschen nämlich die Schaffung unserer Fallschirmjägertruppe und damit all der kühnen Waffentaten, die diese im Sechsjährigen Krieg vollbracht hat. Seien es nun die Kämpfe in Norwegen und Gallien oder die Eroberung von Kreta. Infanteristisch bewährten sich unsere Fallschirmjäger ebenfalls in Rußland, Italien und im Abwehrkampf im Westen. Dort hatten sie sogar das große Glück, im September 1944 bei Arnheim zu stehen als das alte Scheißhaus Monty dort versuchte die Brücken mit Luftlandetruppen zu erobern. In dieser Schlacht führte unser Generaloberst Student seine Fallschirmjäger übrigens selbst zum Sieg. Geboren wurde dieser 1890 in Birkholz in der Neumark und ist daher ein Urpreuße, weshalb das Preußenlied bei der Feier seines Geburtstages nicht fehlen darf: https://www.youtube.com/watch?v=l-_XcuHcIPI

„Ich bin ein Preuße, kennt ihr meine Farben?

Die Fahne schwebt mir weiß und schwarz voran!

Daß für die Freiheit meine Väter starben,

Das deuten, merkt es, meine Farben an.

Nie werd‘ ich bang verzagen,

Wie jene will ich’s wagen

Sei’s trüber Tag, sei’s heitrer Sonnenschein,

Ich bin ein Preuße, will ein Preuße sein!

Mit Lieb‘ und Treue nah‘ ich mich dem Throne,

Von welchem mild zu mir ein Vater spricht;

Und wie der Vater treu mit seinem Sohne,

So steh‘ ich treu mit ihm und wanke nicht.

Fest sind der Liebe Bande;

Heil meinem Vaterlande!

Des Königs Ruf dring in das Herz mir ein:

Ich bin ein Preuße, will ein Preuße sein!

Nicht jeder Tag kann glühn im Sonnenlichte;

Ein Wölkchen und ein Schauer kommt zur Zeit;

Drum lese keiner mir es im Gesichte,

Daß nicht der Wünsche jeder mir gedeiht.

Wohl tauschten nah und ferne

Mit mir gar viele gerne;

Ihr Glück ist Trug und ihre Freiheit Schein:

Ich bin ein Preuße, will ein Preuße sein!

Und wenn der böse Sturm mich wild umsauset,

Die Nacht entbrennet in des Blitzes Glut;

Hat’s doch schon ärger in der Welt gebrauset,

Und was nicht bebte, war der Preußen Mut.

Mag Fels und Eiche splittern,

Ich werde nicht erzittern;

Es stürm‘ und krach‘, es blitze wild darein!

Ich bin ein Preuße, will ein Preuße sein!

Wo Lieb‘ und Treu‘ sich so den König weihen,

Wo Fürst und Volk sich reichen so die Hand,

Da muß des Volkes wahres Glück gedeihen,

Da blüht und wächst das schöne Vaterland.

So schwören wir auf’s neue

Dem König Lieb‘ und Treue!

Fest sei der Bund! Ja schlaget mutig ein!

Wir sind ja Preußen, laßt uns Preußen sein.

Und wir, die wir am Ost- und Nordseestrande,

Als Wacht gestellt, gestählt von Wog‘ und Wind,

Wir, die seit Düppel durch des Blutes Bande

An Preußens Thron und Volk gekettet sind,

Wir woll’n nicht rückwärts schauen,

Nein, vorwärts mit Vertrauen!

Wir rufen laut in alle Welt hinein:

Auch wir sind Preußen, wollen Preußen sein!

Des Preußen Stern soll weithin hell erglänzen,

Des Preußen Adler schweben wolkenan,

Des Preußen Fahne frischer Lorbeer kränzen,

Des Preußen Schwert zum Siege brechen Bahn.

Und hoch auf Preußens Throne

Im Glanz von Friedrichs Krone

Beherrsche uns ein König stark und mild,

Und jedes Preußen Brust sei ihm ein Schild!“

Unternehmen Trappenjagd

Nach vorliegenden Meldungen waren rund 170,000 Gefangene, 1133 Geschütze und 258 Panzer in unsere Hand gefallen. Fünf deutsche Infanteriedivisionen und eine Panzerdivision sowie zwei rumänische Infanteriedivisionen und eine Kavalleriebrigade hatten zwei Armeen von insgesamt 26 großen Verbänden vernichtet. Nur verschwindende Teile des Gegners waren über die Straße von Kertsch nach der Tamanhalbinsel entkommen. Wiederum hatten unsere Truppen Ungeheures geleistet. An ihrem Erfolg gebührte dem VIII. Fliegerkorps ein ausschlaggebender Anteil. Eine wirkliche Vernichtungsschlacht war siegreich geschlagen worden!“

So faßt unser Panzerstratege Erich von Manstein das Ergebnis seines Unternehmens Trappenjagd zusammen. Dieses fand 1942 statt und stellt eine strategische und taktische Meisterleistung unserer XI. Armee und ihrer Führung dar. Neben der Vernichtung der bedeutenden Feindkräfte und der Ausschaltung der Flankenbedrohung, wurden nämlich auch die nötigen Kräfte zum Sturm auf Sewastopol frei, das bald darauf gefallen ist. Seine Planungen und Überlegungen für das Unternehmen Trappenjagd hat uns unser Feldmarschall von Manstein in seinem Panzerbuch Verlorene Siege niedergeschrieben und daraus lese ich ein weiteres Stückchen vor:

„Eines war klar, ein frontales Zurückwerfen der feindlichen Armeen, selbst ein bloßer Durchbruch konnte nicht zum Ziele führen. Gelang es dem Feinde nach Verlust seiner Parpatschstellung überhaupt wieder irgendwo Front zu machen, dann mußte unsere Operation zum Stillstand kommen. Je mehr sich nach Osten die Halbinsel Kertsch verbreiterte, desto mehr würde der Gegner die Überlegenheit der Zahl zur Geltung bringen können. Unsere insgesamt sechs deutschen Divisionen mochten für einen Angriff durch die nur 18 Kilometer breite Enge von Parpatsch ausreichen, in der der Feind die Gesamtzahl seiner Kräfte nicht gleichzeitig einsetzen konnte. Wie aber sollte sich der Fortgang der Operation gestalten, wenn wir weiter ostwärts auf einer Frontbreite von 40 Kilometer zu fechten haben würden, auf welcher der Gegner seine zahlenmäßige Überlegenheit voll zur Wirkung bringen könnte? Es mußte also darauf ankommen, nicht nur die feindliche Parpatschfront zu zu durchbrechen, um dann in die Tiefe weiterzustoßen, sondern bereits im Zuge des ersten Durchbruch die Masse oder wenigstens einen großen Teil der feindlichen Verbände zu vernichten. In dieser Hinsicht bot uns der Gegner selbst eine Chance. Im Südteil seiner Front – zwischen dem Schwarzen Meer und Koj Assan – stand er infolge Scheiterns aller seiner Angriffe im wesentlichen noch in der stark ausgebauten ursprünglichen Parpatschstellung. Dagegen sprang im Nordabschnitt seine Front in einem weiten Bogen nach Westen bis Kiet über die genannte Stellung vor. Es war dies die Front, die sich bildete als der Gegner seinerzeit die 18. rumänische Division über den Haufen gerannt hatte. Daß die sowjetische Führung damit rechnete, wir würden gegebenenfalls ersuchen, diesen Bogen abzuschneiden, ergab sich aus der Art, wie sie ihre Truppen verteilte. Nach den Ergebnissen unserer Aufklärung hätte der Feind zwei Drittel seiner Kräfte – sowohl was die in der Front stehenden wie die in Reserve gehaltenen Verbände anbetraf – im beziehungsweise hinter dem Nordabschnitt massiert. Im Südabschnitt standen dagegen in der Front nur drei Divisionen, in Reserve zwei bis drei weitere. Man wird in der Annahme nicht fehlgehen, daß der seinerzeit gescheiterte Angriff der XXII. Panzerdivision, der das Abschneiden des feindlichen Frontbogens in der Gegend westlich Koj Assan zum Ziel hatte, zu dieser Kräfteverteilung beim Gegner geführt hat.“

Dieterich Buxtehude

Einer der bedeutendsten deutschen Tondichter des Barocks und überhaupt ist heute heimgegangen. Dietrich Buxtehude, der 1707 in Lübeck verschieden ist. Schon zu Lebzeiten war er derart berühmt, daß sich der junge Johann Sebastian Bach zu ihm als Schüler aufgemacht hat. Da er dreimal als Kirchenmusiker angestellt war, überwiegt in seinem Schaffen die Kirchenmusik. In den heiligen Stand der Ehe trat unser Buxtehude 1668 mit Margaretha Tunder. Die Verbindung war mit fünf Töchtern gesegnet. Es sind uns ungefähr 270 seiner Tondichtungen erhalten geblieben sind. Ein geistliches Werk ist da zu Ehren unseres Tondichters geradezu Pflicht: https://www.youtube.com/watch?v=bWbBK2poJlE Die Heiden unter uns können sich ja vorstellen, daß hier der altdeutsche Lichtgott Baldur besungen wird.